Druckfestigkeit von Beton: Festigkeitsklassen und DIN-Betonarten

Die Druckfestigkeit von Beton ist ein wichtiger Indikator für die Betonarten nach der DIN EN 206-1 / DIN 1045-2. Für welchen Beton (Normalbeton, Schwerbeton, Leichtbeton, etc.) diese Regelung gilt und für welche nicht, das haben wir Ihnen hier zusammengefasst. Zudem finden Sie in diesem Ratgeber Details zu einzelnen Druckfestigkeitsklassen und ihrer Bestimmung. Wichtig zu wissen: die Festigkeitsklassen von Beton werden 28 Tage nach dem Gießen, also nach der regulären Zeit der Aushärtung, ermittelt.

Die Druckfestigkeit von Beton wird in DIN-Festigkeitsklassen angegeben. Werte und Berechnungen für verschiedene Betonarten und deren Druckfestigkeitsklassen finden Sie hier!

Die Druckfestigkeit von Beton wird in DIN-Festigkeitsklassen angegeben. Werte und Berechnungen für verschiedene Betonarten und deren Druckfestigkeitsklassen finden Sie hier!

Druckfestigkeit von Beton

Auf dem Bau, bei Heimwerker-Arbeiten im Haus, bei Ausbau und Sanierung einer Immobilie sowie beim Einsatz im Garten kommt Beton zum Einsatz – und das nicht selten als essentieller Baustoff beim entsprechenden Projekt. Das heißt, dass eine gewisse Sicherheit und Norm-Wertigkeit gegeben sein muss. Wenn der Beton ausgehärtet ist, dann muss er beispielsweise eine bestimmte Festigkeit aufweisen. Diese Druckfestigkeit nach 28 Tagen aushärten ist in der EU einheitlich in Normen gefasst und wird hierzulande in den Standards DIN EN 206-1 / DIN 1045-2 zusammengefasst. Und darum geht es in diesem Ratgeber-Artikel. Im Folgenden finden Sie Tabellen und Übersichten zu den einzelnen Festigkeitsklassen und ihrem Einsatz bei einzelnen Betonarten.

Welche Druckfestigkeit hat Beton?

Im Internet wird immer mal wieder nach der Frage „Welche Druckfestigkeit hat Beton?“ gesucht – und einige User üben sich in Erklärungsversuchen. Dabei kann man weder von dem Beton an sich sprechen, noch von einer einzelnen Festigkeitsklasse, die anzuwenden wäre. Die Antwort auf die Frage nach der Druckfestigkeit von Beton muss also differenzierter ausfallen. Auch dazu dient dieser Beitrag. Hier werden verschiedene Arten von Beton und die darauf normiert anwendbaren Klassen aufgezeigt. Denn welche Druckfestigkeit Beton hat, das lässt sich nicht mit einer einzelnen Zahl oder Formel ausdrücken, sondern ist durchaus von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt von Einsatzort, Einsatzart, Mischung und weiteren Parametern ab.

Anwendung von DIN EN 206-1/DIN 1045-2

Die bereits oben angesprochene DIN-Norm für Beton (zu Englisch: Concrete) findet nicht bei allen Betonarten Anwendung. Deshalb vor der Auflistung der genauen Zahlen und Klassen hier erst einmal eine Aufteilung der Arten von Beton, auf welche sie zutreffen und auf welche sie nicht angewendet werden.

Anwendungsbereich sind:

  • Normalbeton
  • Leichtbeton
  • Schwerbeton
  • Spannbeton
  • Hochfester Beton

Nicht-Anwendungsbereich sind:

  • Schaumbeton
  • Porenbeton
  • Feuerfest-Beton
  • Beton mit einer Rohdichte über 800kg/m³
  • Beton mit porosiertem Zementgestein
  • Beton mit haufwerksporigem Gefüge (keine Feinbestandteile)
  • Hochfester Beton mit Wärmebehandlung
  • Nichtaussteifende oder nichttragende Bauteile
  • Beton mit Größtkorn ≤ 4 mm (mit Ausnahme von Zementmörtel)

Festigkeitsklassen

Die Druckfestigkeit des Betons ist neben anderen Faktoren dieses Baustoffs eine der wichtigsten Eigenschaften. Die DIN-Norm für Tragwerke aus Normal-, Leicht-, Schwer-, Spann- und hochfestem Beton sieht die Beurteilung des Stoffs nach 28 Tagen der Wasserlagerung vor. Dabei werden Zylinder und Würfel mit einer festgelegten Höhe und Durchmesser respektive Kantenlänge geprüft. Der Probezylinder misst 30 cm Länge und 15 cm Durchmesser; der Probewürfel hat eine Kantenlänge von 15 cm. Die Festigkeitsklasse wird dann nach dem maximal ausgehaltenem Druck in N/mm² ausgedrückt – etwa als Beton C20/25 für Concrete (Beton) mit 20 N/mm² beim Zylinder und 25 N/mm² beim Würfel.

In der folgenden Tabelle finden Sie die gängigen Druckfestigkeitsklassen für Normal- und Schwerbeton sowie die jeweils zugeordnete charakteristische Zylinderdruckfestigkeit fck,cyl und der charakteristischen Würfeldruckfestigkeit fck,cube (auch manchmal als Mittelwert der Zylinderdruckfestigkeit fcm genutzt) – jeweils in N/mm²:

Klasse Zylinderdruckfestigkeit fck,cyl (N/mm²)  Würfeldruckfestigkeit fck,cube (N/mm²)
C8/10 8 10
C12/15 12 15
C16/20 16 20
C20/25 20 25
C25/30 25 30
C30/37 30 37
C35/45 35 45
C40/50 40 50
C45/55 45 55
C50/60 50 60
C55/67 55 67
C60/75 60 75
C70/85 70 85
C80/95 80 95
C90/105 90 105
C100/115 100 115

Hinweis: Ab der Druckfestigkeitsklasse C55/67 spricht man von hochfestem Beton!

Sonderbeispiel: Leichtbeton

Neben dem Normal- und Schwerbeton sowie weiteren Betonarten, die weiter oben aufgelistet wurden, gilt die benannte DIN-Norm auch für Leichtbeton. Dieser erzielt aufgrund seiner anders gearteten Struktur aber abweichende Messwerte, weshalb sich für ihn die folgenden Klassen – mit LC für Light Concrete – und Werte ergeben:

Klasse Zylinderdruckfestigkeit fck,cyl (N/mm²)  Würfeldruckfestigkeit fck,cube (N/mm²)
LC8/9 8 10
LC12/13 12 15
LC16/18 16 20
LC20/22 20 25
LC25/28 25 30
LC30/33 30 37
LC35/38 35 45
LC40/44 40 50
LC45/50 45 55
LC50/55 50 60
LC55/60 55 67
LC60/66 60 75
LC70/77 70 85
LC80/88 80 95

Hinweis: Ab einer Druckfestigkeit von LC55/60 spricht man von hochfestem Leichtbeton.

Fragen und Antworten rund um den Baustoff

Hier finden Sie eine Liste mit Fragen und Antworten rund um den Baustoff Beton. Die einzelnen Stichpunkte können Sie anklicken, um direkt zum Antwort-Beitrag der jeweiligen Frage zu gelangen. Ob Hobby-Arbeiten, Probleme am Bau oder Anwendung im Garten – wir decken viele Themen rund um Betonarbeiten ab:

Beton reinigen, verkieseln und versiegeln

Ob Betonboden, Betonwand oder Beton-Dachziegel – sowohl bei einem Haus für Privat, dem Objekt einer Hausverwaltung als auch einer Gewerbe- bzw. Industrieeinheit lohnt sich die Behandlung von Betonbauteilen. Die Reinigung und die Glättung sorgen dabei nicht nur für eine schönere Oberfläche; durch die Ebnung derselben wird Dreck, Moos, Algen, Flechten und Feuchtigkeit weniger Angriffsfläche geboten. Hinzu kommt die Versiegelung, die zentimetertief eindringt und den Beton zusätzlich verhärtet. So platzt nichts ab, es dringt nichts ein und die besonders glatte Oberfläche ist ideal gegen Umwelteinflüsse und andere Schäden geschützt. Welche Produkte und Systeme wir Ihnen anbieten können, das erfahren Sie auf unserer Startseite sowie auf https://www.betonversiegelung.com/verkieselung/.