Wieviel Kies und Zement benötige ich für 1m3 Beton?

Wieviel Kies und Zement werden für 1 m3 Beton benötigt – und wie verhält es sich bei der Verwendung von Sand bzw. Splitt beim Anmachen einer Betonmischung? Im Folgenden finden Sie nicht nur die Antwort auf diese Fragen, sondern noch weitere Informationen. So haben wir Ihnen auch zusammengetragen, welche Vorteile das Beton selber mischen hat, wie Sie den Betonbedarf für einen Kubikmeter berechnen und warum Sie auf die sogenannte Expositionsklasse achten sollten. Ob am Bau oder beim Heimwerker-Projekt – hier finden Sie praktische Tipps und Tricks!

Wieviel Kies und Zement benötige ich für 1m3 Beton? Diese Frage wird hier erläutert, und mit Berechnungsgrundlagen wird eine Antwort geschaffen. Dank unserer Übersichten und den gegebenen Formeln können Sie Ihren Bedarf je nach Verwendung des Baustoffs selber berechnen.

Wieviel Kies und Zement benötige ich für 1m3 Beton? Diese Frage wird hier erläutert, und mit Berechnungsgrundlagen wird eine Antwort geschaffen. Dank unserer Übersichten und den gegebenen Formeln können Sie Ihren Bedarf je nach Verwendung des Betons selber berechnen.

Beton-Mischung: Fragen und Antworten

Warum sollte man Beton selber mischen?

Vor allem bei einem großen Projekt, bei Maßnahmen am Haus, im Garten oder auf dem Gelände der Firma kann man sich diese Frage schnell stellen. Bei größeren Mengen Beton ist es doch wesentlich komfortabler, den Baustoff liefern zu lassen. Jedoch lassen sich durch das selber anmischen des Baustoffs einige Kosten sparen. Zwar ist die Betonmischung / der Zement, Sand, Kies und alles weitere selber zu beschaffen, aber beim Anmachen und der Verteilung lässt sich Geld sparen. Schon allein, weil man auf die Betonpumpe verzichtet. Des Weiteren lohnt sich das Beton selber mischen auf Baustellen, die unzugänglich sind.

Wie viel Beton brauche ich?

Das gute an Beton ist sein sehr geringer Schwund beim Aushärten. Das heißt, Sie können Ihren Bedarf für das Bauprojekt direkt 1:1 als Volumen für den benötigten Beton umrechnen. Messen Sie also ein Bauteil, einen Boden oder einen anderen Bedarf aus, der einen Kubikmeter Beton ergibt, dann kaufen Sie für diesen die entsprechenden Mengen Zement und Kies / Sand / Splitt und mengen das dazu nötige Anmachwasser unter. Wieviel Ausgangsstoffe Sie für 1m3 Beton benötigen, das haben wir weiter unten für Sie zusammengefasst und übersichtlich aufgeführt. Zudem werden im Folgenden weitere Fragen mit Antworten versehen.

Was wird zum Beton mischen benötigt?

Je nachdem, welche Festigkeit Sie für den anzumischenden Beton verlangen, benötigen Sie die entsprechende Menge Zement, Zuschlag (Sand, Kies oder Splitt) sowie Wasser. Die Festigkeit variiert je nach Art des Zuschlags und nach dem Verhältnis von Zement und Wasser. Wenn Sie die Qualität Ihres Betons genau steuern wollen, dann sollten Sie vor allem auf den Wasserzementwert achten, also auf das Verhältnis von Anmachwasser und Zement. Dabei sind sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser kontraproduktiv.

Wasserzementwert, auch W/Z-Wert

Der Wert ergibt sich aus dem Wassergewicht durch das Zementgewicht. Ein durchschnittlicher Wasserzementwert von 0,5 beschreibt also 2 kg Wasser auf 4 kg Zement. Dabei entspricht 1 kg etwa einem Liter Wasser. Sie benötigen für einen handelsüblichen 25 kg Sack Zement aus dem Baumarkt oder Baustoffhandel also 12,5 Liter des feuchten Nass’. Unter den Wert von 0,4 sollten Sie übrigens nur gehen, wenn Sie hochfesten oder ultrahochfesten Beton schaffen wollen – für diesen gelten Werte von 0,2 bis 0,4. Für viele Projekte aber, gerade wenn Sie selbst in Haus oder Garten tätig werden wollen, sollten Sie einen Wert zwischen 0,45 und 0,75 wählen. Abhängig machen können Sie den Wasserzementwert bei Ihrem Bau von der Expositionsklasse.

Expositionsklasse

Doch was ist die Expositionsklasse? Diese gibt eine Beschreibung der Verhältnisse, welchen der Beton ausgesetzt werden wird. Die Exposition (Aussetzung) des Betons spielt also auch eine zentrale Rolle. Je nach Umwelteinfluss können und sollten Sie also folgende Werte beachten, die sich unter anderem auf die Karbonatisierung / Carbonatisierung (Kalkbildung durch Einfluss von Kohlendioxid und Feuchtigkeit, was vor allem bei Stahlbeton bedenklich ist, da die Bewehrung rostet), den Einfluss von Chlorid (Schwimmbad oder Pool), von Frost oder chemischen Stoffen sowie auf hohen mechanischen Verschleiß / Abnutzung beziehen.

Umwelteinflüsse Expositionsklasse Intensität W/Z-Wert (Maximalwert)
Nichts X X0 nicht zu nass, ansonsten frei
Chlorid-Einwirkung XD / XS XD / XS 1 feucht 0,55
XD / XS 2 nass 0,50
XD / XS 3 nass und trocken im Wechsel 0,45
Karbonatisierung XC XC 1 trocken 0,75
XC 2 nass 0,75
XC 3 feucht 0,65
XC 4 nass und trocken im Wechsel 0,60
Frost-Einwirkungen XF XF 1 Wassersättigung mäßig 0,60
XF 2 0,50
XF 3 Wassersättigung hoch 0,50
XF 4 0,50
Chemische Einflüsse XA XA 1 Schwach 0,60
XA 2 Mittelmäßig 0,50
XA 3 Stark 0,45
Mechanischer Verschleiß XM XM 1 Mittelmäßig 0,55
XM 2 Stark 0,45
XM 3 Sehr stark 0,40

Kubikmeter-Berechnung für Beton

Sie haben nun also schon eine Berechnungsgrundlage für das Verhältnis von Zement und dem flüssigen Zusatz für das Anmachen von Beton. Nun ist zum Zement auch noch anteilig der Zuschlag zu berechnen, also der Anteil an Kies, Sand oder Splitt. Auch hierfür gibt es Formeln, die Sie ganz leicht anwenden können. Am Ende rechnen Sie in der Summe den Komplettbedarf an Zement, Zuschlag und Wasserzufuhr aus und wissen, wieviel Sack Mischung Sie kaufen müssen.

Das Mischverhältnis von Zement und Zuschlag für Beton ist 1:4. Das heißt, dass Sie auf 1 kg Zement 4 kg Zuschlag rechnen müssen. Insgesamt sind es dann 5 Teile – und aus dieser Erkenntnis errechnen Sie den Bedarf für den Kubikmeter Beton:

Die durchschnittliche Dichte von Beton beträgt 2,4 bis 2,5 kg / dm3. Ein m3 hat also eine durchschnittliche Masse von 2.450 kg oder 2,45 t. Rechnen Sie diesen Wert durch fünf, erhalten Sie die Menge Zement, die Sie brauchen. Rechnen Sie ihn mal vier Fünftel, dann haben Sie die Masse des Zuschlags.

  • 2.450 kg / 5 = 490 kg = 19,6 Sack Zement à 25 kg
  • 2.450 kg * (4/5) = 1.960 kg Sand / Kies / Splitt

Nehmen Sie einen durchschnittlichen W/Z-Wert aus obiger Tabelle, zum Beispiel 0,50, dann berechnet sich der Wasserbedarf wie folgt:

  • 490 kg Zement * 0,5 = 245 kg Wasser

Bei dieser Beispiel-Rechnung ergibt sich für 1 m3 Beton also ein Bedarf dieser Rohstoffe:

  • 490 kg Zement
  • 1960 kg Zuschlag
  • 245 l Wasser

Professionelle Betonpflege

Haben Sie eine oder mehrere Betonflächen, die nach dem Aushärten oder im Rahmen einer Renovierung versiegelt werden sollen, dann machen Sie sich gern mit unseren Produkten vertraut, die wir Ihnen auf der Startseite aufgelistet und erläutert haben. Nicht nur für Böden, sondern auch für Wände und das Dach sind unsere Systeme und Lösungen die richtige Antwort! Viele professionelle Partner für Bau, Wartung und Sanierung setzen unsere Versiegelungen und Farben bereits ein.

Quelle